Landkreis-Info

Der Landkreis Oberhavel hat im Verlauf des Jahres 2015 mehr als 2.000 asylsuchende Menschen aufgenommen und ihnen einen Platz in einer Wohnung oder einer Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung gestellt. Der überwiegende Anteil der Menschen wohnt in Gemeinschaftsunterkünften in Hennigsdorf, Oranienburg, Gransee, Zehdenick und Oberkrämer.  Die Asylsuchenden stammen hauptsächlich aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und der Russischen Föderation.
 
Bis Ende Juni 2016 ist die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis auf 1460 Personen gesunken. 400 von ihnen kamen zwischen Januar und Juni 2016 an. Bis zum Jahresende werden weitere 600 bis 1100 Flüchtlinge erwartet.
 
Das Landesaufnahmegesetz verpflichtet die Landkreise und kreisfreien Städte, Asylbewerber aufzunehmen und vorläufig unterzubringen. Die Verteilung erfolgt auf Basis einer unter anderem die Einwohnerzahl berücksichtigenden Quote. Von den in das Land Brandenburg verteilten Menschen nimmt der Landkreis Oberhavel 8,0 Prozent auf.
 
Die Städte und Gemeinden sind für den Landkreis nicht nur in der aktuellen Situation unverzichtbare Partner. Sie helfen der Kreisverwaltung nach Kräften bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Um die Kommunen bei ihrer wichtigen Aufgabe der Integration zu entlasten, wurde eine Richtlinie zur Förderung der sozialen Beratung und Betreuung erarbeitet, die am 01.01.2016 in Kraft trat. Ziel ist die finanzielle Unterstützung integrativer Angebote, die ein Zusammenleben in der Gemeinschaft fördern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern. Dazu zählen u. a. Willkommens- und Begegnungsveranstaltungen, betreuende Angebote für Kinder im öffentlichen Personennahverkehr sowie Initiativen zur Überwindung sprachlicher Barrieren.
 
Wer sich über das aktuelle Geschehen zum Thema Asyl auf dem Laufenden halten möchte, kann sich auf http://www.oberhavel.de/asyl informieren. Das Angebot wird regelmäßig aktualisiert und hält auch für Asylbewerberinnen und Asylbewerber wichtige Informationen bereit. Diese reichen von Kontaktadressen ehrenamtlicher Helfer über Hinweise zu Sprach- und Integrationskursen bis hin zu Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme.
 
Fragen an den Landkreis bitte an: [email protected]